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Die Informationsseite der Armenischen Gemeinden in Süddeutschland

ԲԱՐԻ ԳԱԼՈՒՍՏ / WILLKOMMEN

Created on 2007-11-13 09:08:03 (#14241797), last updated 2008-11-05

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Basic Info
Name:agisd
Location:Süddeutschland, Germany
Bio
Die ursprüngliche Wiege des armenischen Volkes ist der Osten Kleinasiens, vom Süden bis zum Mittelmeer, Kaukasus und Iran. Nach dem Zerfall des letzten armenischen Königreichs von Kilikien im Jahre 1375 entsteht die armenische Diaspora.

Das Christentum ist schon in den 50er Jahren in Armenien verbreitet worden. Die armenische Kirche, die im Jahre 301 als offizielle Staatsreligion Armeniens anerkannt wurde, führt ihren Ursprung auf die Heiligen Apostel Bartholomäus und Taddeos (vgl. Matth. 10.3 acta 1.13) zurück, die um 50-60 n. Chr. als Prediger nach Armenien kamen und dort den Märtyrertod gewahrten. Im Thaddeos - Kloster in Nordpersien werden die Reliquien des Heiligen Apostel Thaddeos aufbewahrt. Dort liegt auch sein Grab.

Aus den Anfängen der Armeniermission existieren keinerlei direkten und zeitgenössischen schriftlichen Quellen. Alles, was über die Missionstätigkeit der beiden Apostel bekannt ist, stammt aus späteren Aufzeichnungen. Auf das Wirken der Aposteln bezieht sich die armenischen Kirche in ihrer offiziellen Selbstbezeichnung als der Heiligen Apostolischen Kirche.

Historisch genauer fassbar ist die Person Gregor des Erleuchters (Krikor Lusavoric). Über ihn ist bekannt, dass er aus dem patischen Adelsgeschlecht stammte und dass ihm in Kapadozien eine christliche Erziehung entstand. In späteren Jahren kam er als Missionar nach Armenien und versuchte, das Christentum unter den Armeniern zu verbreiten. Gregor stieß hierbei auf den entscheidenden Widerstand des armenischen Königs Tridates III., der von 283 - 294 und von
298 - 330 regierte. Der Überlieferung nach wurde Gregor aus diesem Grunde arrestiert und soll nach 13 - jähriger Einkerkerung in Xorwirab aus dem Gefängnis geholt worden sein und im Anschluss daran Tridates III. von einer unheilbaren Krankheit geheilt haben.
Der daraufhin bekehrte König Tridates III. soll sich und seine Herrscherfamilie taufen gelassen haben und erklärte im Jahre 301 das Christentum zur Staatsreligion Armeniens.

Die Armenier sind - sieht man von der nur kurzlebigen christlichen Staatskirche von Edessa ( 200 - 216 ) ab - daher das Volk mit der ältesten christlichen Staatskirche der Welt, denn die christliche Religion wurde im Römischen Imperium erst im Jahre 311, mithin erst zehn Jahre später durch Kaiser Konstantin ( 280 -337 ) zur "allein berechtigten Religion im Reich" erhoben. Somit blickt die armenische Kirche heute auf eine 1700 - jährige Geschichte zurück.

Gregor der Erleuchter wurde der erste Katholikos (Patriarch), d.h. das erste Oberhaupt der armenischen Kirche. In einer visionären Ahnung soll er von Christus den Auftrag erhalten haben, in Wagarsapat (heute Etschmiadsin), unweit von Eriwan, eine Kirche zu errichten. Seit der Einrichtung eines armenischen Katholikats im Jahre 1439 bildet dieser Ort bis zum heutigen Tag das spirituelle Zentrum der armenischen Kirche.

In Deutschland leben heute ca. 35.000 Armenier, die in 14 Kirchengemeinden und 30 Kultur- und Sportvereinen organisiert sind. Ihre geistliche Betreuung wird vom Erzbischof und weiteren fünf Priestern und Diakonen wahrgenommen. In Süddeutschland gibt es heute vier Kirchengemeinden: die "Armenische Gemeinde Kehl e.V.", die "Armenische Gemeinde Baden-Württemberg e.V." (Göppingen), die "Armenische Gemeinde München e.V." und die "Armenische Gemeinde Nürnberg e.V." die sich als Ortsgemeinden der Diözese der Armenischen Apostolischen Kirche in Deutschland verstehen und unter der Leitung des Diözesanbischofs, S. E. Erzbischof Karekin Bekdjian stehen. Die genannten vier Gemeinden werden vom Pfr. Dr. Diradur Sardaryan, dem Gemeindepfarrer der Armenischen Gemeinden in Süddeutschland geistlich betreut. Außerdem hat jeder dieser Gemeinden weltliche Vorstände, die die Arbeit des Geistlichen unterstützen.


Die Armenisch-Apostolische Kirche steht der Ökumene offen gegenüber, Sie ist Mitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ist sie 1996 beigetreten, der ACK in Baden-Württemberg 2001.
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